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   Mina Schreyer, Kreuzweg 1, 3238 Gals – Postkonto 30-32962-1

 

vom 14. Juli 1999
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Tierheim Gals kümmert sich um Katzen, die niemand will
Hochbetrieb im Haus der letzten Hoffnung

GALS BE - «Pharao» fanden Helfer auf der Autobahn - völlig abgemagert. Ihren Kater «Tom» hatte eine Lehrerin weggejagt. Weil sie sich ein neues - junges - Büsi gekauft hatte.

VON MICHAEL FICHTER

Die beiden Stubentiger hatten Glück im Unglück: Sie landeten im Tierheim Gals, der Station der letzten Hoffnung für Katzen, die keiner haben will.
Die Schicksale der Tiere hier ähneln sich. Und sie passieren immer wieder - besonders jetzt, in der Ferienzeit.
Eine Familie aus der Region Bern fährt in die Ferien und lässt die Katzen einfach zurück. Der Vater: «Danach ziehen wir sowieso um.»
Ein Single hat einen neuen Teppich: «Der verträgt sich schlecht mit Katzenpfoten.»
«Miras» Herrchen befiel nach fünf Jahren «plötzlich eine Allergie».
«Gaudi» will niemand, weil er taub ist. «Caramel» hat nur noch drei Beine. «Susi» wurde von ihrem Herrchen fast erschlagen. Eine Nachbarin rettete sie. Aber wegen der Schläge hat sie einen Hirnschaden, leidet unter Gleichgewichtsstörungen.
Das sind nur einige der 180 Katzen, die im Tierheim Gals Unterschlupf fanden. Mina Schreyer opfert ihr ganzes Leben für die Tiere. Jedes hat einen Namen. Und sie kennt sie alle.
Sie lebt mit ihnen auf ihrem 6000 Quadratmeter grossen Bauernhof. Es gibt eine «Katzen-Wohnstube» für den Winter. Und eine Krankenstation. «Wir tun unser Bestes», sagt Mina Schreyer. «Aber die Tiere brauchen viel Pflege.»
Zwei Mitarbeiter helfen. Aber Mina Schreyer arbeitet dennoch täglich 18 bis 20 Stunden. Und trotzdem geht es dem Heim finanziell schlecht. Vor einigen Monaten wäre beinahe alles aus gewesen: «Dann hätten die Behörden die Tiere eingeschläfert», sagt Mina.

     
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